Januar-Daten
US-Verbraucherpreise ziehen leicht an

Erstmals seit einem halben Jahr sind die Verbraucherpreise in den USA wieder gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat blieb das Preisniveau unverändert: Derart niedrig war die Jahresteuerungsrate seit Mitte der 50er Jahre nicht mehr.

HB WASHINGTON. Der erste Anstieg der US-Verbraucherpreise seit einem halben Jahr hat die Sorge über mögliche Deflationstendenzen vorerst gedämpft. Auf Monatssicht lag die Inflationsrate im Januar bei 0,3 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Seit Juli 2008 waren die Verbraucherpreise im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise entweder gesunken oder unverändert geblieben. Als wichtigste Ursache für das Plus wurden gestiegene Energiekosten genannt, darunter vor allem für Benzin.

Die Inflations-Kernrate ohne die besonders stark schwankenden Energie- und Lebensmittelpreise lag im Januar den Angaben zufolge im Monatsvergleich bei 0,2 Prozent. Gemessen am selben Monat des Vorjahres blieben die Preise stabil – der geringste Wert seit 1955, wie das Arbeitsministerium weiter mitteilte.

Das Sinken der Preise über Monate hatte Ängste vor einer Deflation geweckt, die Gift für die Wirtschaft ist. Ein Grund: Bei anhaltend fallenden Preise neigen die Konsumenten dazu, Käufe in der Erwartung zu unterlassen, dass Waren noch billiger werden.

Experten sind allerdings trotz des leichten Anstiegs im Januar skeptisch, ob dies der Beginn einer nachhaltigen Trendwende ist. Große US-Einzelhändler wie Wal-Mart oder Macy's locken Kunden weiterhin mit kräftigen Rabatten. „Wir werden wohl kaum in absehbarer Zeit eine größere Beschleunigung (des Preisauftriebs) erleben“, sagte Jonathan Basile, Ökonom bei Credit Suisse Holdings, der Fachagentur „Bloomberg“ vor Veröffentlichung der Daten. In den USA wie auch weltweit bleibe die Nachfrage gedrückt. Es gebe weiterhin die Sorge, dass die Preise weiter fallen könnten, sagte er.

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