Klares Bekenntnis zu Stabilitätspakt
Trichet warnt vor ausufernden Haushaltsdefiziten

In konjunkturell schwierigen Zeiten führen höhere Defizite nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Jean-Claude Trichet nicht zwangsläufig auch zu mehr Wirtschaftswachstum. Die französische Tageszeitung "Le Monde" zitierte am Mittwoch schriftliche Antworten des designierten EZB-Chefs auf Fragen von Europa-Abgeordneten, in denen er vor Änderungen an den Budgetvorgaben des Stabilitätspaktes warnt.

Reuters PARIS. Derartige Änderungen würden die Glaubwürdigkeit der Europäischen Währungsunion gefährden. Angesichts der Konjunkturschwäche waren zuletzt aus Deutschland, Frankreich und Italien Forderungen nach einer flexibleren Auslegung des Stabilitätspaktes gekommen.

Frankreich und Deutschland werden in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts überschreiten. Sollten sie diese Obergrenze, wie von vielen Experten erwartet, auch 2004 reißen, drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

Trichet betonte zugleich, dass das Leitzinsniveau in der Euro-Zone mit 2,0 % so niedrig sei wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr.

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