Konjunktur gewinnt an Fahrt
RWI geht von sinkenden Arbeitslosenzahlen aus

Nach Prognosen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) wird die Konjunktur in diesem Jahr deutlich an Fahrt gewinnen. Für das laufende Jahr erwartet das RWI unverändert 1,8 % Wachstum, 2005 dann 2 %.

HB ESSEN. Parallel soll die Arbeitslosenquote sinken. Im zweiten Halbjahr 2003 habe sich die Konjunktur bereits deutlich belebt. Nachdem die Auslandsnachfrage zugenommen habe, sei auch die Nachfrage im Inland zum Jahresende angesprungen, berichtete das Rheinisch- Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in Essen.

Der nationale Aufschwung wird den Prognosen nach von einer raschen Konjunkturbelebung in den USA, einigen asiatischen Schwellenländern und China mitgetragen. In den USA rechnen das RWI mit einem Wachstum um 4,25 % im laufenden Jahr und 3,75 % in 2005.

Auf dem Arbeitsmarkt erwartet das RWI einen Rückgang der Arbeitslosenquote bis 2005 von 10,3 auf 9,5 %. Die Zunahme der Erwerbstätigkeit werde aber vor allem durch eine wachsende Zahl von Teilzeitkräften und geringfügig Beschäftigten getragen. Die wachsende Beschäftigung und die bisherigen Steuersenkungen würden zugleich den Konsum beflügeln. Die Preise sollen dabei, wie zuletzt, nur gering um knapp über 1 % steigen.

Eine günstige Entwicklung stellt das RWI auch bei der Entwicklung der Staatsfinanzen in Aussicht. Bis 2005 soll die Neuverschuldung auf 2,9 % des Bruttoinlandsprodukts sinken. Damit würde Deutschland die EU-Vorgaben wieder einhalten. „Allerdings ist mit den vorliegenden Beschlüssen eine dauerhafte Rückführung des Defizits noch nicht gesichert“, sagte RWI-Konjunkturexperte Roland Döhrn. Nach bisherigen Reformen im Bereich Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen und Steuern müssten jetzt Steuervergünstigungen und Subventionen weiter gekürzt und öffentliche Investitionen und Ausgaben für Bildung und Forschung erhöht werden.

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