Konjunktur läuft
Aufschwung bei den Dienstleistern, Produktionsschub in der Industrie

Der Aufschwung hat die deutschen Dienstleistungsunternehmen voll erfasst. Zum Jahresende 2006 haben die Unternehmen mehr Umsatz gemacht und neue Stellen geschaffen. Gute Zahlen meldet auch die Industrie. Sie hat die Produktion im Januar kräftig nach oben gefahren.

HB WIESBADEN. Die Industrie-Firmen stellten 2,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Auch im Dezember hatte es revidierten Daten zufolge ein Plus von 0,2 Prozent gegeben, nachdem zunächst ein Rückgang von 0,7 Prozent gemeldet worden war.

Die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten zu Jahresbeginn ein Produktionswachstum von 4,5 Prozent. Bei Vorleistungsgütern legte der Ausstoß um 1,3 Prozent zu, während der bei Konsumgütern um 0,3 Prozent sank.

Das Produzierende Gewerbe insgesamt - zu dem neben der Industrie auch der Bau und die Energiewirtschaft gehören - stellte 1,9 Prozent mehr her. Analysten hatten im Schnitt nur mit plus 0,5 Prozent gerechnet.

Auch im Dezember legte die Produktion um revidiert 0,1 Prozent zu, nachdem ursprünglich von einem Rückgang um 0,5 Prozent die Rede war. Neben der Industrie steigerte auch das Baugewerbe im Januar seine Produktion. Das Plus fiel wegen des milden Wetters mit 4,1 Prozent kräftig aus. Der Energiesektor drosselte seine Erzeugung dagegen um 2,9 Prozent.

In dem für Schwankungen weniger anfälligen Zwei-Monats-Vergleich Dezember/Januar zu Oktober/November stieg die Gesamtproduktion um 2,1 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht in den Zahlen einen Hinweis dafür, „dass die zu Anfang des Jahres befürchtete konjunkturelle Delle geringer ausfallen könnte als befürchtet“.

Gut lief es auch für die deutschen Dienstleister zum Jahresende. Die Erlöse im Sektor Verkehr, Datenverarbeitung und wirtschaftliche Dienstleistungen stiegen den Statistikern zufolge im vierten Quartal um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Binnen Jahresfrist entsprach dies sogar einem Zuwachs von 7,1 Prozent und 3,3 Prozent bei der Beschäftigtenzahl. Die Statistik berücksichtigt Firmen aus Handel, Gastgewerbe sowie Banken nicht.

Insgesamt konnten die deutschen Dienstleister ihren Umsatz im Gesamtjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent steigern. Seit Ende 2004 sind die Umsätze der Branche nach Angaben der Statistiker kontinuierlich gestiegen. Absolute Zahlen nannte das Amt nicht.

Am deutlichsten legten Ende des vergangenen Jahres im Vergleich zum dritten Quartal der Verkehrssektor mit 1,7 Prozent und die wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 1,3 Prozent zu. Dagegen gingen die Erlöse bei der Nachrichtenübermittlung um 0,4 Prozent und bei der Datenverarbeitung um 0,9 Prozent zurück. Die Beschäftigung stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent.

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