Konjunktur
Schweden kappt Leitzins auf Rekordtief

Schwedens Reichsbank hat die Leitzinsen stark gesenkt. Sie begründete die Reduzierung in Stockholm mit dem Ziel, die drastische Abwärtsentwicklung bei Produktion und Dienstleistungen mit entsprechenden Folgen für den Arbeitsmarkt zu dämpfen und das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen.

HB STOCKHOLM. Im Kampf gegen die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg hat die schwedische Notenbank den Schlüsselzins auf ein Rekordtief gesenkt. Die Riksbank kappte den Leitzins am Dienstag auf 0,5 von 1,0 Prozent. Damit liegt er auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1907. Ein Notenbanker hatte sich sogar für eine noch drastischere Senkung auf 0,25 Prozent ausgesprochen.

Zugleich kündigten die Zentralbanker an, dass der Leitzins wohl bis Anfang 2011 auf einem niedrigem Niveau bleiben werde. Es gebe auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass weitere Senkungen nötig werden könnten.

Mit dem dauerhaft niedrigen Zinsniveau soll der Einbruch bei Produktion und Beschäftigung abgemildert und das Inflationsziel von zwei Prozent erreicht werden. Falls die Wirtschaft stärker als erwartet einbrechen werde, seien auch unkonventionelle Maßnahmen nicht ausgeschlossen, teilte die Riksbank mit.

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