Konjunktur
US-Jobkrise verschärft sich

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche etwas stärker als erwartet gestiegen. Bessere Nachrichten gibt es vom US-Häusermarkt. In Deutschland schlägt die Wirtschaftskrise unterdessen voll auf den Arbeitsmarkt durch.

HB WASHINGTON/NÜRNBERG. Die Zahl sei um 30 000 auf 554 000 geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 550 000 Anträge gerechnet. Der Vorwochenwert wurde von 522 000 auf 524 000 revidiert.

Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt sank die Zahl der Erstanträge indes um 19 000 auf 566 000. Der Wert der Vorwoche lag bei revidiert 585 000 (zunächst 584 500).

Bessere Nachrichten gibt es vom US-Häusermarkt: In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juni etwas stärker als erwartet gestiegen. Auf das Jahr hochgerechnet sei die Zahl um 3,6 Prozent auf 4,89 Millionen Einheiten geklettert, teilte die National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 4,84 Millionen Häuser gerechnet. Der Wert für den Vormonat wurde von 4,77 auf 4,72 Millionen Häuser nach unten revidiert.

Unterdessen geght auch die mit massenhafter Kurzarbeit ermöglichte Schonfrist für den deutschen Arbeitsmarkt zu Ende. Die Krise habe im Juli voll auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag. Die Zahl der Arbeitslosen sei im zu Ende gegangenen Monat um rund 110 000 gestiegen; der Juli-Anstieg falle damit deutlicher höher aus als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Noch vor einem Jahr waren im Juli rund 310.000 weniger Männer und Frauen ohne Arbeit. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am kommenden Donnerstag (30. Juli) bekanntgeben.

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