Lebenshaltungskosten steigen
Energiepreise treiben Inflation an

Der hohe Ölpreis schlägt sich auch in den Inflationsdaten nieder. Die deutschen Verbraucher mussten im Oktober deutlich tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr.

HB BERLIN. In fünf Bundesländern stiegen die Lebenshaltungskosten zum Vorjahr zwischen 1,6 und 2,5 %. Zum Vormonat kletterten die Preise im Schnitt zwischen 0,2 und 0,4 %, wie die Statistischen Landesämter mitteilten. Hauptpreistreiber waren Heizöl und Kraftstoffe, während Lebensmittel und Pauschalreisen die Geldbeutel der Verbraucher entlasteten. Sollten die Ölpreise nächstes Jahr fallen, könnte die Inflation schnell wieder sinken, sagten Experten. Den Bürgern würde dann mehr Geld für den Konsum an anderer Stelle übrig bleiben.

Befragten Analysten hatten vor den ersten Länderdaten einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,1 % im Vergleich zum September und eine Jahresteuerung von 1,9 % erwartet. Dabei hatten einige aber vor allem den Anstieg der Heizölpreise unterschätzt, die zum Beispiel in Baden-Württemberg und Bayern um über 18 % zum Vormonat zulegten. Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank sagte, für ganz Deutschland sei nach den vorliegenden Länderdaten ein Preisanstieg zum September um 0,3 % und zum Vorjahr um 2,1 % zu erwarten.

Das Statistische Bundesamt berechnet auf Basis der Daten aus sechs Bundesländern die vorläufige deutsche Teuerung. Damit wurde noch für Montagnachmittag gerechnet.

Die Statistikämter erklärten die Preissteigerungen unisono mit den hohen Preisen für Energie. „Verantwortlich für das Wiederanziehen der Teuerung war die Preisentwicklung für Heizöl und Kraftstoffe“, hieß es etwa in Hessen. Hintergrund ist der starke Preisanstieg bei Rohöl um über 65 % in diesem Jahr, der auf die starke Nachfrage aus China, Spannungen im Nahen Osten und Spekulationen an den Börsen zurückgeht. Hinzu kommt, dass im Oktober die Heizperiode beginnt. Aber auch Benzin kostete wieder deutlich mehr. So mussten die Menschen in Bayern 3,6 % mehr an den Tankstellen ausgeben als im September und sogar elf Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

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