Lebensmittelkrise
Exportverbote verschärfen die Nahrungsnot

Immer mehr Länder legen dem Export von Nahrungsmitteln Fesseln an - und verschärfen damit die Krise. Aus Sicht der OECD verzerren die Exportbeschränkungen die Weltmärkte weiter. Doch es gibt auch Chancen für einen freieren Welthandel.

DÜSSELDORF/GENF. Angesichts der globalen Lebensmittelkrise schlägt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Alarm. Immer mehr Länder legten dem Export von Nahrungsmitteln Fesseln an und verschärften damit die Krise. „Aus einer kurzfristigen politischen Sicht ist das verständlich, es schafft aber noch mehr wirtschaftliche Schwierigkeiten“, sagte der OECD-Direktor für Handel und Landwirtschaft, Stefan Tangermann, dem Handelsblatt. „Die Exportrestriktionen verzerren die Weltmärkte weiter.“

Allein in den vergangenen neun Monaten stiegen die Lebensmittelpreise im Schnitt um 45 Prozent und lösten von Haiti über Ägypten bis nach Indonesien Unruhen aus. Laut Weltbank sind fast drei Dutzend Staaten von Gewalt bedroht (siehe auch: „Explosive...

 
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