Leitzinserhöhung signalisiert
Britische Notenbank befürchtet Inflation von über vier Prozent

Die britische Notenbank befürchtet bis zum Jahresende einen Anstieg der Inflationsrate auf mehr als vier Prozent. Die Währungshüter signalisierten, wie sie reagieren wollen.

HB LONDON. Der Gouverneur der Bank von England, Mervyn King, sagte vor Abgeordneten in London, Grund für die hohe Inflation seien die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise. In Großbritannien lag die Teuerungsrate im Mai bei 3,3 Prozent.

Allerdings könnte nach den Worten von King ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum die Inflation wieder in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels eindämmen, das die britische Notenbank ebenso verfolgt wie die Europäische Zentralbank. Die höheren Nahrungsmittel- und Energiepreise allein brächten noch keine dauerhafte Inflation. Dazu müssten andere Preise und die Einkommen stärker steigen. Die Bank of England sei entschlossen, das zu verhindern. Damit deutete King die Möglichkeit höherer Leitzinsen an.

Die Bank von England hatte den Leitzins im Februar in zwei Schritten von 5,5 Prozent auf fünf Prozent gesenkt. Sie hat anders als die US-Notenbank Fed weitere Zinssenkungsschritte aber vermieden. Eine Anhebung als Mittel zur Bekämpfung der Inflation könnte die bereits angegriffene Konjunktur in Großbritannien weiter bremsen.

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