Made in Germany
Deutsche Firmen verbreiten Aufbruchstimmung in den USA

Während die US-Konjunktur Trübsal bläst und nicht in Fahrt kommen will, erfreuen sich die Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen in den USA an spürbaren Umsatzsteigerungen. Zwei Drittel wollen 2011 sogar mehr Arbeitsplätze schaffen.
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HB WASHINGTON. Deutsche Unternehmen in den USA blicken einer Studie zufolge recht optimistisch in die Zukunft - trotz der derzeit trüben amerikanischen Konjunktur. Über 90 Prozent sehen sich im kommenden Jahr auf Wachstumskurs, und fast zwei Drittel wollen deshalb sogar mehr Beschäftigte einstellen. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern hervor, die am Dienstag in New York vorgelegt wurde.

Schon dieses Jahr lief trotz aller trüben Konjunkturmeldungen anscheinend recht gut: "Spürbare Umsatzsteigerungen in 2010 sorgen unter den Tochtergesellschaften deutscher Firmen in den USA für Aufbruchstimmung", heißt es in der Studie. Nicht nur für sich selbst, auch für die größte Volkswirtschaft der Welt sehen deutsche Unternehmen ganz klar Licht am Ende des Tunnels. Mehr als zwei Drittel der Firmen glaubten nicht, dass weitere Konjunkturpakete nötig sind, um die US-Wirtschaft zu stützen.

Statt Wechselkursschwankungen wie im vergangenen Jahr bereitet inzwischen eine drohende Rohstoffknappheit Sorge. Deutlich mehr als die Hälfte der Firmen rechnen der Erhebung zufolge damit, dass ihre Geschäfte kurz- und mittelfristig Schaden nehmen könnten. An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge rund 190 Unternehmen, die allermeisten Mittelständler. Insgesamt beschäftigten deutsche Unternehmen in den Vereinigten Staaten rund 650 000 Menschen, davon alleine 188 000 im produzierenden Gewerbe. Die Gesamtinvestitionen deutscher Unternehmen in den USA erreichten zum Ende 2009 rund 218 Milliarden Dollar (166 Mrd Euro).

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