Medienberichte zurückgewiesen
Bundesbank: Welteke will nicht zurücktreten

Nach Worten eines Bundesbank-Sprechers hat Bundesbankpräsident Ernst Welteke nicht vor wegen der Kritik an seiner Berlin-Reise auf Kosten der Dresdner Bank zurückzutreten.

HB FRANKFURT. „Welteke hat nicht die Absicht, zurückzutreten“, sagte Bundesbank-Sprecher Wolfgang Mörke am Dienstag und dementierte damit Medienberichte, Welteke spiele mit dem Gedanken an einem Rücktritt. Der Bundesbankpräsident ist wegen eines viertägigen Berlin-Aufenthalts im Nobelhotel Adlon an Silvester 2001/2002, den ihm die Dresdner Bank bezahlt hatte, stark unter Druck geraten. Nach öffentlicher Kritik und auch Rücktrittsforderungen hatten Welteke und die Bundesbank die Kosten für den Aufenthalt, der die Euro-Bargeldeinführung zum Anlass hatte, am Montag übernommen.

Die Dresdner hatte Welteke und seiner Familie einen viertägigen Aufenthalt im Adlon mit Kosten von 7661,20 € finanziert. Politiker von SPD, CDU und CSU hatten das Verhalten des Bundesbankpräsidenten kritisiert. Auch Rücktrittsforderungen waren laut geworden. Die Bundesregierung, die Welteke bestellen und abberufen kann, hatte sich von dessen Vorgehen distanziert.

In der Bundesbank gibt es offenbar Rückhalt für den Präsidenten. „Es ist absurd anzunehmen, dass Welteke mit einer solchen Einladung in seinen Entscheidungen beeinflussen lassen würde“, sagte ein Bundesbanker.

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