Nach dem kräftigen Rückgang
Die Reaktionen der Volkswirte zum ZEW-Indikator

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im April auf 20,1 von 36,3 Punkten gesunken.

HB BERLIN. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 32,8 Punkte gerechnet und sagten zu den Daten in ersten Reaktionen:

Holger Schmieding: Bank of America: „Das ist sehr, sehr schwach. Der Ölpreis und die Abschwächung bei den US-Indikatoren haben ihre Spuren in der deutschen Wirtschaftsstimmung hinterlassen. Allerdings ist der ZEW ein sehr unbeständiger Indikator. Das bedeutet nicht, dass wir auf eine Rezession oder etwas ähnliches zusteuern. Aber es deutet ganz klar darauf hin, dass das zweite Quartal ziemlich hart wird mit einem Wachstum bestenfalls unterhalb des Trends oder vielleicht sogar einer Stagnation.“

Holger Fahrinkrug, UBS: „Die Wachstumssorgen nehmen aus Sicht der Umfrageteilnehmer deutlich zu. Aber ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Monaten bessere Daten sehen werden. Der Ifo-Index wird sich wahrscheinlich stabilisieren oder steigen, und wenn die Daten besser aussehen, dann wird auch der ZEW wieder zulegen. Vielleicht haben wir den Tiefpunkt gesehen, was die Erwartungen der Leute in die Wirtschaft betrifft. Ich glaube, im Moment gibt es ein bisschen Panik. Das ist aber übertrieben. Der ZEW bewegt sich zwischen minus 100 und plus 100 Punkten, deshalb sollten wir uns über einen Rückgang von 15 Punkten nicht so aufregen.“

Andreas Rees, Hypo-Vereinsbank: „Der Auslöser für den starken Rückschlag sind für mich die Wachstumssorgen in den USA, aber auch das, was wir bei Ford und General Motors gesehen haben. Das hat die Stimmung bei Volkswirten aber auch bei Asset-Managern beeinträchtigt. Der starke Rückgang des Ölpreises hat dagegen offenbar überhaupt keine Rolle gespielt.

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