BIP-Wachstum
DIHK hebt Prognose für 2015 kräftig an

Die deutsche Wirtschaft erhöht ihre Wachstumsprognose für 2015 deutlich. Das Bruttoinlandsprodukt werde statt der im Herbst erwarteten 0,8 Prozent wohl um 1,3 Prozent steigen, erwartet der DIHK.
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BerlinDie deutsche Wirtschaft erhöht ihre Wachstumsprognose für 2015 deutlich. Das Bruttoinlandsprodukt werde statt der im Herbst erwarteten 0,8 Prozent wohl um 1,3 Prozent steigen, erklärte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Mittwoch in Berlin. 2014 lag das Plus bei 1,5 Prozent.

„Die deutsche Wirtschaft schlägt sich wacker in einem unsicheren Umfeld“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in Berlin. „Die niedrigen Ölpreise entlasten Verbraucher und Unternehmen, der schwache Euro treibt den Export und die niedrigen Zinsen befördern die Bautätigkeit.“ Konsumausgaben und Exporte werden demnach schneller wachsen als im Vorjahr. 200.000 neue Jobs sollen entstehen – etwa halb so viele wie 2014.

Dass die Wirtschaft etwas pessimistischer ist als die Bundesregierung – die ein Wachstum von 1,5 Prozent vorhersagt – liegt vor allem an zurückhaltenden Investitionen. Diese sollen mit zwei Prozent nur etwa halb so stark zulegen wie im abgelaufenen Jahr. Ein Grund dafür seien steigende Arbeitskosten. „Das belastet die Unternehmen, und bislang auch ihre Investitionspläne“, erklärte der DIHK. „Auf lange Sicht könnte es zusätzliche Rationalisierungsbemühungen auslösen.“

Auch internationale Krisen – vom Ukraine-Konflikt bis hin zur Debatte um einen Abschied Griechenlands vom Euro – sorgten für Zurückhaltung. Sorgen um den Fortbestand der Erbschaftsteuerregelung hätten zudem „erhebliche Verunsicherung“ ausgelöst.

Grundlage der Prognose ist eine Umfrage des DIHK unter mehr als 27.000 Unternehmen. Diese bewerteten sowohl ihre Lage als auch ihre Geschäftsaussichten positiver als noch im Herbst.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Niedriger Zins, lockere Geldpolitik, niedriger Ölpreis und niedriger Euro zum Dollar dazu höchste Beschäftigung, steigende Reallöhne mit höherem realem Konsum steigern das Wachstum um gerade mal 0,5 Prozent aufs Jahr. Da wird der DIHK wohl noch mehrmals die Prognose erhöhen müssen. Im Umkehrschluss heißt das: Diese ganzen Faktoren können durch die Ökonomen des DIHK nicht in halbwegs genaue Prognosen umrechnen. Die haben dafür gar kein Rechenmodell. Muss man dazu noch weitere Fragen stellen? Die Schätzungen sind einfach aus der Luft gegriffen und sind folglich Luftnummern.

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