Premium Ethikregeln für Wirtschaftswissenschaftler Das Problem mit der Transparenz

In der Finanzkrise zeigte sich, dass viele Wirtschaftswissenschaftler eigene finanzielle Interessen verheimlichten. Noch heute gehen sie nicht immer offen mit solchen Konflikten um. Ein Film hat die Zunft wachgerüttelt.
Der oscarprämierter Streifen über die Finanzkrise kritisierte auch Wissenschaftler. Quelle: imago/ZUMA Press
Bild aus dem Film „Inside Job“

Der oscarprämierter Streifen über die Finanzkrise kritisierte auch Wissenschaftler.

(Foto: imago/ZUMA Press)

FrankfurtMehrere Juraprofessoren spielten im Cum-Ex-Skandal eine zwielichtige Rolle. Sie schrieben Auftragsgutachten für Steuertrickser und veröffentlichten gleichzeitig wissenschaftliche Beiträge, in denen sie behaupteten, gewisse Steuertricks mit Wertpapieren namens Cum-Ex seien legal. Hinweise auf Interessenkonflikte: Fehlanzeige. Ein Ethik-Kodex, der Offenlegung verlangen würde: ebenfalls Fehlanzeige.

Dabei hatte sich der Wissenschaftsrat schon 2013 besorgt geäußert: Die zunehmende Beratertätigkeit gefährde die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Juristen. Als Vorbild, wie es besser ginge, wurde damals der Volkswirteverband Verein für Socialpolitik (VfS) genannt, der 2012 Regeln zu Interessenkonflikten in seinen Ethikkodex aufgenommen hatte.

 

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