Gastbeitrag des Commerzbank-Chefvolkswirts: Warum der Kapitalismus nicht automatisch für Ungleichheit sorgt

Gastbeitrag des Commerzbank-Chefvolkswirts
Warum der Kapitalismus nicht automatisch für Ungleichheit sorgt

PremiumIm Kapitalismus gibt es mal mehr, mal weniger Ungleichheit. Dass die Schwere zwischen Arm und Reich momentan auseinandergeht, ist kein Grund für Alarmismus. Trotzdem muss der Staat reagieren. Ein Gastbeitrag.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht im Kapitalismus unweigerlich auseinander. Das glauben in Deutschland immer mehr Menschen und bezweifeln die Legitimität unserer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Aber Alarmismus ist nicht angebracht. Schließlich gibt es in einer Marktwirtschaft keinen Automatismus hin zu mehr Ungleichheit. Vielmehr wirken starke ökonomische Kräfte, die nach einem Anstieg der Ungleichheit wieder für sinkende Einkommensunterschiede sorgen, sofern der Staat ausreichenden Wettbewerb sicherstellt.

Dieses Auf und Ab der Ungleichheit geht einher mit dem Entstehen und der Ausbreitung von technischem Fortschritt, der wichtigsten Quelle des Wohlstands: Es sind zunächst wenige Unternehmen und ihre gut ausgebildeten Mitarbeiter, die Innovationen entwickeln und...

 
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