Gutes Geschäft in Übersee
Weltkonjunktur treibt deutsche Exporte voran

Deutsche Exporte summierten sich im Januar auf 98,9 Milliarden Euro. Das waren 2,7 Prozent mehr als im Vormonat. Der DIHK liefert entsprechend optimistische Prognosen für das Gesamtjahr.
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BerlinDie deutschen Exporteure haben wegen der wieder stärkeren Nachfrage aus Schwellenländern einen überraschend guten Jahresauftakt erwischt. Ihre Ausfuhren stiegen im Januar um 2,7 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von knapp zwei Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch einen Rückgang um 2,8 Prozent gegeben hatte.

„Es geht endlich wieder aufwärts“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. „Nach dem Rumdümpeln im Vorjahr kommt der deutsche Export 2017 aus den Puschen.“

Die Exporte summierten sich auf 98,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2016 entspricht. Das war das kräftigste Wachstum seit anderthalb Jahren. Dabei wuchs das Geschäft mit den EU-Ländern um 8,0 Prozent, während das mit dem Rest der Welt mit 17,7 Prozent mehr als doppelt so stark zulegte. „Zu den schon länger gut laufenden Exporten in die EU-Länder kommt jetzt eine steigende Nachfrage aus China, Indien, Russland und allmählich auch aus Brasilien“, so Treier. „Die Schwellenländer verlassen somit ihre lange konjunkturelle Durststrecke - auch wenn einzelne Märkte wie die Türkei in hausgemachten Schwierigkeiten bleiben.“

Der DIHK hält für das Gesamtjahr 2017 ein Exportplus von drei Prozent für möglich. 2016 hatte es nur zu einem Zuwachs von 1,2 Prozent gereicht; dennoch summierten sich die Warenausfuhren auf den Rekordwert von 1,2 Billionen Euro.

Die Weltkonjunktur hat sich zuletzt deutlich belebt. Zudem hilft der schwache Euro, macht er doch deutsche Produkte in anderen Währungsräumen billiger. Es bleiben aber Risiken wie eine mögliche Abschottung des US-Marktes unter dem neuen Präsidenten Donald Trump und die Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens.

Die Importe wuchsen im Januar um überraschend kräftige 3,0 Prozent zum Vormonat und damit zum vierten Mal in Folge. Die Handelsbilanz wies saisonbereinigt einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro auf. Deutschland steht international wegen seiner Rekordüberschüsse am Pranger. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, bezeichnete sie kürzlich als „ernste Sache“. Er sei eines der schwierigsten Probleme im Handel, mit denen sein Land konfrontiert sei. „Ich denke, es wäre nützlich, mit Deutschland offen über Wege zu sprechen, wie wir diese Überschüsse reduzieren können, und zwar außerhalb der Grenzen und Beschränkungen, die die Deutschen für sich geltend machen.“ Die deutschen Exporte in die USA übertrafen 2016 die Importe von dort um 49 Milliarden Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die billigen Arbeitslöhne, die billigen Zeitarbeitskräfte, der künstlich geschaffene niedrige Eurokurs auf Kosten der anderen EURO Länder und deutschen Sparer und Steuerzahler...all diese Faktoren bescheren der Deutschen Exportwirtschaft mehr und mehr Gewinn...man kann auch Sagen...auf Kosten der Deutschen Steuerzahler-Arbeitnehmer/Gesellschaft und EURO Länder betreibt die Deutsche Exportwirtschaft/Verbände ihr perfides Spiel des Gewinnstrebens noch immer mehr.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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