Premium IW-Chef Hüther über Deutschlands Exporte Im Fadenkreuz: der Überschuss

Die deutschen Exporterfolge werden im Ausland kritisch beäugt. Doch wer die Politik zum Handeln auffordert, muss gute Gründe haben. Protektionismus muss sich jedenfalls Deutschland nicht vorwerfen lassen. Ein Gastbeitrag.
Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com.
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Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com.

Der hohe Überschuss in der deutschen Leistungsbilanz ist Anlass für vielfältige ökonomische Reflexionen. Wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf wird aus der Behauptung abgeleitet, dieser Überschuss schade wahlweise uns, anderen oder allen. Der Eindruck wird genährt, die außenwirtschaftliche Position der Bundesrepublik sei Folge zielgerichteten, konkludenten Handelns, und ihre Korrektur bedürfe nur des makropolitischen Willens, wahlweise der Lohnpolitik oder der Finanzpolitik.

In einer Vorstellungswelt, die von Saldenbetrachtungen geprägt ist, nur homogene Güter kennt und die These zugrunde legt, dass Wechselkurse, Löhne und Preise vollständig flexibel sind, ist ein persistenter Überschuss (respektive Defizit) in der Leistungsbilanz nicht plausibel.

 

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