IWF-Chefin Lagarde
Schwellenländer bremsen Weltwirtschaft

Der Aufschwung in den Industriestaaten lahmt, die Konjunktur in den Schwellenländern kühlt ab. Das bremst das Wachstum der Weltwirtschaft aus. IWF-Chefin Christine Lagarde korrigiert ihre Prognose nach unten.
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JakartaDie Weltwirtschaft wächst nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr langsamer als noch vor wenigen Wochen erwartet. „Wir gehen davon aus, dass das globale Wachstum moderat bleibt und voraussichtlich geringer ausfällt als im Juli prognostiziert“, sagte IWF-Chefin Christina Lagarde am Dienstag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Damals hat der IWF ein Plus von 3,3 Prozent vorausgesagt. 2014 waren es 3,4 Prozent. Asien werde zwar immer noch stärkste Kraft sein, sagte Lagarde. Doch werde das Wachstum langsamer und könnte sich sogar noch weiter abschwächen.

Grund für die jetzt pessimistischere Einschätzung sei zum einen der langsamere Aufschwung in den Industriestaaten, zum anderen die Konjunkturabkühlung in vielen Schwellenländern, sagte Lagarde.

Zur Konjunkturabkühlung in China ergänzte sie, der Übergang zu einer marktbasierten Wirtschaft und der Abbau der in den vergangenen Jahren aufgebauten Risiken sei komplex und könnte auch „ein wenig holprig“ verlaufen. „Die Behörden haben aber die politischen Werkzeuge und auch die finanziellen Puffer, um diesen Übergang zu bewerkstelligen.“

Die Situation der Weltwirtschaft werde bedeutende Auswirkungen auf Entwicklungsländer wie Indonesien haben, fügte Lagarde hinzu. Sie ist für zwei Tage in dem asiatischen Land. Am Dienstag traf sie Präsident Joko Widodo. Sowohl die indonesische Regierung als auch IWF-Vertreter bestritten aber, dass sich Jakarta um IWF-Kredite bemüht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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