IWF-Prognose zur Weltwirtschaft
Das Problem des Stärkeren

PremiumDer IWF rechnet für dieses Jahr mit moderaten 3,5 Prozent Wachstum. Das lässt die Kritik am deutschen Exportüberschuss und der Finanzpolitik neu aufflammen. Mehr investieren, weniger sparen fordern vor allem die USA.

Brüssel/BerlinFür Wolfgang Schäuble (CDU) ist es eine Aufwärmübung. Am Mittwochabend wird der Bundesfinanzminister an der New Yorker Columbia University über die Lage der Weltwirtschaft diskutieren. Angelsächsische Ökonomen kritisieren mit Vorliebe die deutsche Exportstärke und Finanzpolitik. Mehr investieren, weniger sparen, lautet ihre Forderung.

Zwei Tage später muss sich der deutsche Finanzminister auf ähnliche Vorhaltungen gefasst machen, dann von seinen Kollegen beim Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) sowie auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Auf „erhebliche Diskussionen“ stellt sich ein deutscher Regierungsbeamter ein.

Schon im Vorfeld des Washingtoner Finanzgipfels wird der Chor der Kritiker lauter: Am Dienstag veröffentlichte...

 
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