IWF wählt neuen Chef
Poker um die Macht

PremiumChristine Lagarde wird allseits geschätzt. Dennoch ist nicht klar, ob sie weitere fünf Jahre im Amt bleibt. Schwellenländer wie China und Brasilien verlangen mehr Einfluss. Doch einig sind sie sich nicht.

Lima/WashingtonDer Internationale Währungsfonds hält es bei der Bestimmung seines Oberhaupts wie die katholische Kirche: Das Auswahlverfahren ist verschwiegen und undurchsichtig. Während sich in Rom Kardinäle zu Beratungen in die Sixtinische Kapelle zurückziehen, bis irgendwann weißer Rauch aufsteigt, konferieren beim IWF Finanzminister der wichtigsten Industrieländer, bis schließlich jemand vor ein Mikrofon schreitet und die Entscheidung verkündet. Meistens für einen Franzosen. Oder wie zuletzt: eine Französin.
Im nächsten Jahr könnte es wieder so weit sein: Der Vertrag von IWF-Chefin Christine Lagarde läuft aus. Doch strebt sie überhaupt eine zweite Amtszeit als IWF-Chefin an? Bisher hat sich die Französin nicht eindeutig festgelegt....

 
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