Krise der empirischen Ökonomie (1)
Trau, schau, wem!

PremiumSicher geglaubte Ergebnisse datengetriebener Wirtschaftsforschung lassen sich oft nicht nachvollziehen. Warum das so ist und was dies für die Fachwelt bedeutet, erklären wir in einer neuen Handelsblatt-Serie.

FrankfurtDie berühmte Ökonomin Joan Robinson schrieb schon 1955, Zweck eines Ökonomiestudiums sei es, die Studenten davor zu bewahren, von Ökonomen hinters Licht geführt zu werden. Das Bonmot hat Konjunktur, seit die Volkswirtschaftslehre – gemeinsam mit anderen Sozialwissenschaften – in eine sogenannte Replikationskrise geraten ist. Damit ist gemeint, dass sich sehr viele experimentelle oder statistische „Beweise“, selbst in renommiertesten Fachzeitseitschriften abgedruckte, als extrem brüchig erwiesen haben. Sie können oft selbst mit den gleichen Daten nicht reproduziert werden, oder die Ergebnisse fallen ganz anders aus, wenn andere Forscher die Untersuchung durchführen.

Das ist ein herber Rückschlag für die Ambition der Ökonomen,...

 
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