Ökonomen von EU und IWF
Transatlantischer Geschwisterzwist

PremiumDie EU-Kommission und der   IWF bewerten Krisenmaßnahmen gegensätzlich. Während in Brüssel mit Modellen gerechnet wird, arbeiten die Amerikaner mit realen Wirtschaftsdaten. Ein Methodenstreit.

FrankfurtGemeinsam haben EU-Kommission und Internationaler Währungsfonds (IWF) den Krisenländern des Euro-Raums Spar- und Reformprogramme vorgeschrieben, die diese als Bedingung für Finanzhilfen beschließen mussten. Aufsehen erregt hat nun der IWF mit einem Aufsatz seiner Ökonomen mit dem provokanten Titel „Neoliberalism: Oversold?“, also etwa „Neoliberalismus. Übertriebene Versprechungen?“. Sie kritisieren darin die Sparpolitik und einen Teil der als Maßnahmen gegen die Krise gedachten Strukturreformen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der IWF Fehler einräumt. Der ehemalige Chefvolkswirt Olivier Blanchard hatte schon vor Jahren moniert, dass Kommission und IWF Jahr für Jahr ihren Programmen viel zu hohe Wachstumswirkungen zugeschrieben hatten. Und als...

 
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