Welthandel
Ende eines Booms

PremiumDie Globalisierung stockt – trotz guter Konjunktur: Der Welthandel wächst längst nicht mehr so wie vor der Krise. Ökonomen glauben nicht, dass dieser noch einmal zum Motor der Weltwirtschaft wird.

Düsseldorf, BerlinDer neue Tiefseehafen in Wilhelmshaven hat ein Problem: Eigentlich könnten hier mehr als zweieinhalb Millionen Container pro Jahr umgeschlagen werden. Doch 2014 waren es nicht einmal 100.000. Ein Grund: Auf den Weltmeeren ist zu wenig los, das Frachtvolumen steigt nur noch langsam.
Wilhelmshaven ist ein Sinnbild für ein globales Phänomen: Der weltweite Handel ist längst nicht mehr so dynamisch wie früher. Es ist, als sei die Globalisierung zum Halten gekommen.

Zwar wachsen die Mengen an Produkten und Dienstleistungen, die über die Grenzen verkauft werden, weiter stetig. Doch die Zeiten vor 2008, in denen die globalen Exporte meist doppelt...

 
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