Widersprüchliche OECD- und IWF-Studien
Weniger Armut bedeutet nicht immer mehr Wachstum

PremiumZwei neue Studien behaupten, Ungleichheit würde dem Wirtschaftswachstum schaden. Das wäre ein revolutionäre Ergebnis, ist jedoch ein Fehlschluss. Dafür gibt es mehrere Beispiele aus der Geschichte. Ein Gastbeitrag.

In der Debatte über die Entwicklung von Armut und wirtschaftlicher Ungleichheit haben es Fakten und differenzierte Forschungsergebnisse zunehmend schwer durchzudringen. Stattdessen dominieren alarmistische Appelle und abenteuerliche Thesen. Bedenklich wird es, wenn wichtige Beratungsinstitutionen sich diesem Trend anschließen. In aktuellen Studien der OECD und des IWF wird behauptet, Ungleichheit würde stets dem Wirtschaftswachstum schaden, mehr Gleichheit würde somit überall zu höherem Wachstum führen. Die OECD berechnet beispielsweise, das deutsche Bruttoinlandsprodukt wäre heute sechs Prozent höher, wenn die Ungleichheit seit 1985 nicht angestiegen wäre.

Da ökonomische Studien häufig Konflikte zwischen Wachstums- und Verteilungszielen betonen, erscheinen die Ergebnisse der OECD-Studie revolutionär. Sie sind...

 
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