Notenbank präsentiert Beige Book
Fed-Bericht dämpft Zinssorgen in den USA

Die US-Notenbank (Fed) sieht trotz eines allgemeinen Wirtschaftswachstums im Land in einigen Regionen Anzeichen für ein Abkühlen der Konjunktur.

HB WASHINGTON. Am Markt wurden die Einschätzungen der Währungshüter - veröffentlicht im jüngsten „Beige Book“ - am Mittwoch als Hinweis darauf interpretiert, dass die Notenbank ihren Zyklus der Zinserhöhungen stoppen könnte. Die führenden Indizes an der Wall Street verbuchten zeitweise Kursgewinne. Der Dollar weitete unmittelbar nach der Vorlage des Konjunkturberichts seine Verluste aus.

Von Juni bis Mitte Juli habe die US-Wirtschaft weiter zugelegt, schrieben die Notenbanker. Schwächere Wachstumsraten seien indes aus den Bezirken Philadelphia, Cleveland, Richmond, Chicago, Dallas und San Francisco berichtet worden. Zudem gebe es vereinzelte Berichte über Preissteigerungen, etwa bei Löhnen. Diese blieben aber trotz eines steigenden Drucks durch höhere Energiepreise moderat. Den Bericht erstellte dieses Mal die Fed des Bezirks San Francisco auf Basis von Daten bis einschließlich 17. Juli.

„Dieser Bericht deutet darauf hin, dass die Fed die Zinserhöhungen bald aussetzt“, sagte Volkswirt James O'Sullivan von UBS Securities. Eine Entscheidung dazu werde nun davon abhängen, wie die Zwischenberichte bis zum 8. August ausfallen, fügte er hinzu. Auch Finanzexperte Chris Rupkey von der Bank of Tokyo-Mitsubishi in New York meinte, ein Ende der Zinserhöhungen sei absehbar.

Die Fed hatte den US-Leitzins Ende Juni zum 17. Mal in Folge um 25 Basispunkte auf 5,25 Prozent angehoben.

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