NTC-Einkausmanagerindex
Deutsche Industrie verliert weiter an Schwung

Die deutsche Industrie hat im August offenbar weiter an Schwung verloren. Die aktuelle Umfrage des britischen Forschungsinstituts NTC unter 500 Einkaufsmanagern ergab allerdings, dass das Wachstum bei Produktion, Aufträgen und Beschäftigung nicht mehr so stark fiel wie im Vormonat.

HB BERLIN. Der NTC/BME-Einkausmanagerindex sank auf 56,0 Punkte von 56,8 im Juli. Das war der niedrigste Stand seit anderthalb Jahren. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten mit 56,2 Zählern gerechnet. Trotz des Rückgangs hielt sich der Index deutlich über der Marke von 50 Punkten, ab der ein Wachstum der Branche angezeigt wird.

Die Firmen verbuchten ein geringeres Auftragsplus als in den beiden Vormonaten. „Ausschlaggebend hierfür war die sich abschwächende Exportnachfrage“, hieß es. Der Auftragsindex sank um 0,9 auf 57,2 Zähler. Das Auftragspolster blieb hoch, auch wenn die Bestände so gering wuchsen wie seit gut anderthalb Jahren nicht mehr. Ihre Produktion fuhren die Unternehmen erneut nach oben, wenn auch etwas weniger stark als noch im Juli. Als eine Stütze erwies sich dabei die robuste Binnennachfrage, hieß es. Der Produktionsindex sank um 0,2 auf 58,1 Punkte.

Die Unternehmen schufen erneut neue Jobs. Damit hält der Beschäftigungsaufbau bereits seit fast zwei Jahren an. „Dies ist der längste zusammenhängende Zeitraum seit Umfragebeginn“, hieß es. Die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen schufen die meisten neuen Stellen. Dennoch fiel der Stellenaufbau insgesamt schwächer aus als in den vier Monaten zuvor.

Der Einkaufspreise stiegen so langsam wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr, weil sich Vormaterialien wie Metalle verbilligten. Deshalb wurden auch die Verkaufspreise so schwach angehoben wie seit März 2006 nicht mehr.

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