Ökonomen sehen Wirtschaftsentwicklung nicht in Gefahr
Stromausfall für US-Konjunktur wohl ohne Folgen

Der schlimmste Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas wird nach Einschätzung von Ökonomen für die US-Konjunktur ohne Folgen bleiben. „Das ist absolut zu vernachlässigen“, sagte Volkswirt Holger Bahr von der DekaBank.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN.Obwohl eine relativ große Region durch die Stromausfälle lahm gelegt worden sei, dürften die Produktionsausfälle rasch wieder von den Unternehmen aufgeholt werden, so der Ökonom. Selbst bei den Daten für August dürften die temporären Ausfälle „keine Spuren hinterlassen“, sagte Bahr.

Auch für Volkswirt Patrick Franke von der Commerzbank sind die stundenlangen Stromausfälle in Nordamerika „ohne makroökonomische Relevanz“. Schließlich sei nur ein Teil der USA davon betroffen. „Mit nennenswerten Folgen für die US-Wirtschaft“ sei deshalb „nicht zu rechnen“, sagte Franke.

In jüngster Zeit verdichteten sich die Anzeichen für einen kräftigen Aufschwung in den USA. Positiv hervorzuheben sei auch die Robustheit der Finanzmärkte angesichts der Stromausfälle. Die New Yorker Börse kündigte an, am Freitag ungeachtet des Stromausfalls den Handel wie gewohnt führen zu wollen.

Allerdings decken die geballten Stromausfälle aus Sicht der Ökonomen ein grundsätzliches Problem in den USA auf. „Die Infrastruktur ist jahrelang vernachlässigt worden“, sagte Franke. Dies könne sich für die US-Wirtschaft mittelfristig als Bremsklotz erweisen. Ein Konjunkturrisiko gehe davon aber nicht aus.

Angesichts mangelnder Investitionen sei die Infrastruktur in den USA überaltert. Auch die Kapazitäten der Stromversorger hielten mit dem Wachstum der Wirtschaft nicht Schritt. Auch nach Einschätzung von Bahr zeigen die Stromausfälle, „wie schlecht die Infrastruktur in den USA ist“.

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