Analogien zur Physik
Schwarzes Loch USA

Wer die ökonomischen Debatten über den Zustand der Weltwirtschaft verfolgen will, sollte sich den Fachwortschatz der Astrophysik und der Kernphysik aneignen. Denn die makroökonomische Debatte dreht sich derzeit um „dunkle Materie“, „schwarze Löcher“ und „kalte Fusionen“.

FRANKFURT. Die beiden Harvard-Ökonomen Ricardo Hausmann und Federico Sturzenegger haben diese Mode begründet – mit ihrer zur Jahreswende vorgelegten Studie „Global Imbalances or Bad Accounting? The Missing Dark matter in the Wealth of Nations“. Die provokante und raffiniert vermarktete Arbeit inspirierte andere Ökonomen, in ihren Gegenstudien ebenfalls Analogien zur Physik zu bilden.

Dunkle, nicht beobachtbare Materie wird in der Weltraumphysik angenommen, um anders nicht erklärbare Phänome zu erklären. In der Weltwirtschaft ist so ein unerklärliches Phänomen, dass die USA zwischen 1980 und 2004 Leistungsbilanzdefizite von insgesamt 4,5 Billionen Dollar anhäuften. Laut Außenhandelstheorie müsste die amerikanische Verschuldung im Ausland um genau...

 
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