Eurostat-Bericht
Jahresteuerung in Euro-Zone unverändert

Waren und Dienstleistungen haben im April 2,4 Prozent mehr gekostet als vor einem Jahr. Damit sind die Preise nach EZB-Definition alles andere als stabil.
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BrüsselDie Jahresteuerung in der Euro-Zone ist im Juli gleichgeblieben. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 2,4 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Brüssel zu den endgültigen Zahlen mitteilte. Im Juni und Mai waren es ebenfalls 2,4 Prozent. Im April hatte der Preisdruck noch 2,6 Prozent betragen. Zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise im Juli insgesamt um 0,5 Prozent.

Die Jahresteuerungsrate liegt damit zwar weiter über der Marke von knapp zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht. Der tendenziell nachlassende Preisdruck hatte der EZB im Sommer aber die Tür für eine historische Zinssenkung geöffnet.

Die Währungshüter um Präsident Mario Draghi hatten ihre Geldpolitik wegen der Schuldenkrise weiter gelockert und den Leitzins auf das Rekordtief von 0,75 Prozent gekappt. Manche Experten erwarten, dass die Zentralbank angesichts der Schuldenkrise und der Rezession in der Eurozone den Schlüsselzins noch weiter auf 0,5 Prozent senken wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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