Ökonomie-Nobelpreisträgertreffen
Lindau, die Hauptstadt der Ökonomie

Die Stadt am Bodensee wird ab Mittwoch zum Mekka der Ökonomie: 14 Nobelpreisträger treffen sich mit handverlesenen Nachwuchsforschern. Eines der zentralen Themen wird die Finanzkrise sein

Als Philipp Tillmann im Sommer 2006 durch Zufall einen Zeitungsbericht über das Lindauer Ökonomie-Nobelpreisträgertreffen liest, ist für den Studenten der Volkswirtschaftslehre aus Köln sofort klar: „Da wärst du auch gerne einmal dabei.“

Wie Tausende andere Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt hat sich der 24-Jährige daher in diesem Jahr um die Teilnahme an der dritten wirtschaftswissenschaftlichen Tagung am Bodensee beworben – und die Auswahlkommission von sich überzeugt. Tillmann ist einer von mehr als 300 handverlesenen Nachwuchswissenschaftlern, die sich von Mittwoch bis Samstag am Bodensee mit 14 Laureaten treffen.

„Die Nobelpreisträger zu treffen, die man bislang nur aus den Lehrbüchern und über ihre Modelle kennt, darauf bin ich extrem gespannt“, sagt Tillmann kurz vor seiner Abreise in Richtung Bodensee.

Zum dritten Mal nach 2004 und 2006 kommen in dieser Woche die klügsten Köpfe der Wirtschaftswissenschaft und Studenten sowie Doktoranden aus aller Welt zusammen. Neben 13 Ökonomen, die den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften erhielten, ist Muhammad Yunus dabei. Er erhielt 2006 den Friedensnobelpreis für die Erfindung der Mikrokredite an Menschen, die lange Zeit als nicht kreditwürdig galten.

Der Dialog zwischen den Star-Wissenschaftlern und dem akademischen Nachwuchs steht im Mittelpunkt der Lindauer Tagungen. Die Nobelpreisträger geben in Vorträgen Einblicke in ihre aktuelle Arbeit und bieten Seminare an, in denen in kleinen Gruppen diskutiert wird. Die Debatten können bei einem gemeinsamen Abendessen mit den Nobelpreisträgern fortgesetzt werden.

Dieser persönliche Kontakt zu den Koryphäen ihres Fachs ist es, der die Nachwuchswissenschaftler besonders reizt. „Ich bin sehr neugierig, was das für Menschen sind“, sagt Christine Benesch, die an der Universität Zürich an ihrer VWL-Promotion arbeitet.

Wie der Kölner Philipp Tillmann ist Benesch eine von 22 deutschsprachigen Studenten und Doktoranden, die als „Handelsblatt-Fellows“ an der Tagung teilnehmen. Das Handelsblatt ist wie in den Vorjahren offizieller Medienpartner der Veranstaltung.

„Für mich ist die Tagung auch eine super Gelegenheit, endlich mal wieder über den Tellerrand meines eigenen Spezialgebietes hinauszuschauen“, sagt Christine Benesch, die sich auf verhaltensorientierte Wirtschaftsforschung und politische Ökonomie spezialisiert hat.

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