Vorbild Kalifornien
Ökonom Stern sieht Fortschritte in US-Klimaschutzpolitik

Der britische Ökonom Nicholas Stern sieht die USA in der Klimaschutzpolitik auf dem richtigen Weg. „Die Diskussion in den USA hat sich radikal verändert“, sagte Stern dem Handelsblatt. Ein Bundesstaat muss seiner Ansicht nach besonders gelobt werden.
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LONDON. „Vor einem Jahr hätte sich niemand träumen lassen, wie weit sich das entwickelt hat.“ Stern hatte vor einem Jahr einen nach ihm benannten Bericht zu den drohenden Kosten des Klimawandels vorgelegt, den er im Auftrag der britischen Regierung verfasst hatte.

Der Ökonom hob besonders das Engagement einzelner US-Bundesstaaten wie Kalifornien hervor. Auch in Schwellenländern und anderen Industrienationen, die bisher nicht den Vorgaben des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung der Treibhausgase unterliegen, gebe es Fortschritte, sagte Stern. So habe China vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm, bei dem eine Halbierung des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2050 beschlossen wurde, eigene Umweltziele formuliert. In Indien habe Premier Manmohan Singh ein parteiübergreifendes Umweltkomitee einberufen. Und in Australien, das bei der Stromerzeugung fast nur auf den Klimakiller Kohle setzt, sei Umweltschutz ein Hauptwahlkampfthema, erklärte Stern.

Trotzdem sieht der Ökonom beim Klimaschutz vor allem die Industrienationen in der Pflicht: „Sie sind verantwortlich für den größten Teil der Treibhausgase in der Atmosphäre, sie haben Zugang zu den Technologien, und sie haben flexiblere Wirtschaftssysteme.“ Vor allem in die „Saubere-Kohle-Technologie“ sollte kräftig investiert werden, empfiehlt Stern.

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