Globalisierung und Arbeitsmarkt
Jobverlagerung – ein überschätztes Problem?

Von der Sekretärin bis zum Architekten: Auch Büro-Arbeiter stehen zunehmend im internationalen Wettbewerb. Ihre Jobs können ohne viel Federlesen nach China oder Indien verlagert werden. Was bedeutet das für unseren Arbeitsmarkt? Zwei Forscherteams haben das empirisch untersucht – und kommen zu einem überraschenden Fazit.

Berliner Luxushotels lassen ihre Bettwäsche in Polen waschen, der Software-Konzern SAP bearbeitet Reisekosten-Abrechungen in Prag, US-Krankenhäuser lassen Röntgenbilder von Spezialisten in Indien analysieren. Die Globalisierung greift zunehmend auch auf den Dienstleistungssektor über.

Tätigkeiten, die Unternehmen noch vor zehn Jahren unmöglich hätten ins Ausland verlagern können, lassen sich heute nahezu von jedem Ort der Welt aus erledigen – vor allem dank IT und Internet. Sekretärinnen und Ingenieure in Hochlohnländern konkurrieren plötzlich mit Beschäftigten in Schwellenländern, die mit viel weniger Lohn zufrieden sind.

Wo soll das hinführen? Droht unserer Dienstleistungsbranche das gleiche Schicksal wie der Industrie, in der seit den siebziger Jahren Millionen Jobs verschwunden sind?

In den vergangenen Wochen sind zwei ökonomische Studien erschienen, die versuchen, Antworten auf diese Fragen zu liefern. Zwei Wissenschaftlerteams haben unabhängig voneinander mit ähnlichen Methoden am Beispiel Großbritanniens und der Vereinigten Staaten untersucht, welche Auswirkungen das „Offshoring“ hat. In beiden Ländern ist das Verlagern von Dienstleistungen ins Ausland stärker verbreitet als hierzulande.

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