Öl und Metalle werden immer teurer
Erzeugerpreise steigen kräftig

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im April deutlich gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Preisexplosion bei Erdöl und Metallen zurückzuführen.

HB WIESBADEN. Im Vergleich zum März hätten sich die an Produzenten gewerblicher Produkte gezahlten Preise um 0,4 % erhöht, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Damit lagen die Erzeugerpreise im Schnitt 0,9 % über dem Niveau vom April 2003. Analysten hatten mit einem Anstieg der Preise in dieser Größenordnung gerechnet.

„Auch im April setzten sich die starken Preiserhöhungen für viele Metalle fort“, erklärten die Statistiker. Von März auf April verteuerte sich in Deutschland produzierter Walzstahl beispielsweise um mehr als acht Prozent. Damit kostete er knapp 17 % mehr als vor einem Jahr. Einzelne Stahlsorten verteuerten sich sogar noch deutlicher: Betonstahl kostete 75 % mehr als im April 2003, Walzdraht 40 % mehr. Edelmetalle verteuerten sich in diesem Jahr um knapp 19 %, Blei, Zink und Zinn um 16 %.

Hauptgrund für die starke Verteuerung der Metalle ist der Wirtschaftsboom in China, das in diesem Jahr voraussichtlich mehr Stahl verbraucht als die EU und die USA zusammen. Deshalb verteuerten sich auch Rohstoffe für die Stahlerzeugung - Steinkohle etwa um 23 %. Erstmals seit Ende vergangenen Jahres kosteten auch Mineralölerzeugnisse wieder mehr als vor einem Jahr. Kraftstoffpreise kletterten um 1,8 %, leichtes Heizöl um 6,9 %, Flüssiggas um 6,4 %. Ohne Mineralölerzeugnisse stiegen die Erzeugerpreise den Angaben zufolge im April um 0,3 % und lagen damit 0,8 % über dem Niveau des Vorjahres.

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