Offizielle Statistik
Arbeitslosenzahl im August stärker als üblich gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist im August wegen der Ein-Euro-Jobs und einer Bereinigung der Statistik stärker gesunken als für die Jahreszeit üblich.

HB NÜRNBERG. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch mitteilte, waren 4,728 Millionen Menschen als erwerbslos registriert, 44 000 weniger als im Juli. Die Quote sei um 0,1 Prozentpunkte auf 11,4 gesunken. Im Vergleich zum August 2004 sei die Arbeitslosenzahl sogar um knapp 382 000 zurückgegangen.

Ausschlaggebend für die Besserung auf dem Arbeitsmarkt seien vor allem saisonale Gründe, so BA-Chef Frank-Jürgen Weise. "Im August zeigen sich regelmäßig die ersten Vorboten der Herbstbelebung". Werde der jahreszeitliche Einfluss herausgerechnet, betrage der Rückgang im Vergleich zum Juli lediglich 12 000. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 1000 zu. Im Osten sank sie um 13 000. Weise sagte, die Statistik sehe aber auch deswegen besser aus, weil mehr Arbeitslose Ein-Euro-Jobs hätten. Außerdem sei bei einer Telefon-Aktion der BA im Juli deutlich geworden, dass etwa fünf Prozent der Empfänger des Arbeitslosengeldes zu Unrecht als arbeitslos gezählt werden.

Erstmals gab die BA zudem eine Einschätzung ihrer Finanzlage zum Jahresende ab. "Wir werden in diesem Jahr den geplanten Bundeszuschuss in Höhe von vier Milliarden Euro nicht ganz in Anspruch nehmen müssen“, erklärte Finanzvorstand Raimund Becker. Er gehe nach einer ersten Schätzung von einem Zuschussbedarf zwischen 3,0 und 3,7 Milliarden Euro aus.

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