Oktober
Importpreise sinken so deutlich wie noch nie

Der Preisrutsch am Ölmarkt hat die deutschen Importe im Oktober so stark verbilligt wie noch nie. Die Einfuhrpreise sanken durchschnittlich um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

HB BERLIN. „Einen so starken Rückgang binnen eines Monats hat es noch nie gegeben“, sagte eine Statistikerin. Experten hatten lediglich mit einem Minus von 1,4 Prozent gerechnet.

Die jährliche Teuerungsrate fiel mit 2,9 Prozent so niedrig aus wie seit zwei Jahren nicht mehr. Im Juli und August hatte sie mit 9,3 Prozent noch den höchsten Stand seit November 2000 erreicht, ehe sie im September auf 7,6 Prozent nachgab.

Der Preisrutsch geht vor allem auf billigere Energieimporte zurück. Erdölprodukte kosteten ein Viertel weniger als im September, Benzin, Diesel und andere Mineralölprodukte gut ein Fünftel weniger. Vorausgegangen war ein Preisrutsch am Ölmarkt. Ein Fass Rohöl kostet derzeit nur noch gut ein Drittel so viel wie im Juli, weil die weltweite Konjunkturflaute die Nachfrage drückt.

Auch viele Nahrungsmittel wurden billiger. Getreide war für 7,8 Prozent günstiger zu bekommen als im September, bei Rohkaffee betrug das Minus 4,7 Prozent. Preissenkungen von 1,8 beziehungsweise 1,5 Prozent gab es auch bei Schweine- und Rindfleisch.

Die Importpreise gelten ebenso wie die Erzeuger- und Großhandelspreise als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung. Preisveränderungen kommen in der Regel mit zeitlicher Verzögerung bei den Verbrauchern an.

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