Ostergeschäft führte im April zu Ausreißer
Einzelhandel setzt wieder weniger um

Im Vergleich zum Vorjahr hat der deutsche Einzelhandel nominal 0,3 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Im April profitierten die Händler vom Ostergeschäft.

Reuters BERLIN. Die deutschen Einzelhändler haben im Mai weniger als im Monat zuvor verkauft. Im Vergleich zum April habe die Branche saisonbereinigt real 0,6 % und nominal 0,8 % weniger umgesetzt, teilte das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsätze der Branche unter Herausrechnung der Inflation (real) dagegen um 0,8 % und in jeweiligen Preisen (nominal) um 0,3 %. Dabei hatte der Mai 2003 den Statistikern zufolge jedoch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

In den ersten fünf Monaten verbuchte die Branche den Angaben zufolge einen Umsatzzuwachs von nominal 0,2 und real 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Zuletzt hatte der Einzelhandel nach langer Durststrecke erste Hoffnungszeichen registriert. So signalisierte die jüngste Verbraucherumfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dass die Kauflust der Deutschen langsam zurückkehrt. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) geht in diesem Jahr anders als zu Jahresbeginn nur noch von einem Umsatzminus von einem Prozent aus. Zudem setzt der HDE darauf, dass ein Vorziehen der dritten Steuerreformstufe auf 2004 schon in diesem Jahr die Verbraucher zum Geldausgeben animiert. Im April hatte das Ostergeschäft zu einer Belebung der Umsätze geführt: Real hatten die Einzelhändler 1,6 % mehr als im März und 1,4 % mehr als im April 2002 verkauft.

Unterschiedliche Branchenentwicklung

Im Mai entwickelten sich die einzelnen Branchen des Einzelhandels erneut sehr unterschiedlich. So verzeichneten Geschäfte für Hausrat, Bau- und Heimwerkerbedarf einen Umsatzzuwachs von nominal und real 2,5 % zum Mai 2002. Auch der Verkauf von kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten stieg um nominal 2,5 % und real sogar um 3,5 %. Der Versandhandel setzte nominal 3,8 und real 4,5 % mehr um.

Dagegen mussten der Facheinzelhandel für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren Umsatzeinbußen in Höhe von nominal 1,1 und real 2,5 % verkraften. Auch die Textil-, Bekleidungs- und Schuhgeschäfte verkauften nominal 2,4 % und real 1,8 % weniger.

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