Preisentwicklung
Importe verbilligen sich stark

Der Preisverfall am Ölmarkt hat die deutschen Einfuhren im November so stark verbilligt wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Nicht nur Engerieträger wurden billiger.

HB BERLIN. Die Importpreise fielen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das war der stärkste Rückgang seit März 2004 mit 1,6 Prozent. Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Einfuhrpreise um kräftige 3,4 Prozent. Im Oktober hatte es hier mit 3,6 Prozent sogar den bislang stärksten Rückgang überhaupt gegeben.

Billiger wurden vor allem Energieträger. Rohöl kostete 30,3 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die Preise für Benzin, Diesel und andere Mineralölprodukte sanken um 28,2 Prozent. Vorausgegangen war ein Preisrutsch am Ölmarkt. Dort kostet ein Fass Rohöl derzeit mit rund 43 Dollar gut 100 Dollar weniger als beim Rekordhoch im Juli, weil die Rezession in Industrieländern wie den USA die Nachfrage drückt. Erdgas verteuerte sich dagegen um 55 Prozent. Die Gaspreise folgen der Entwicklung am Ölmarkt meist erst mit einigen Monaten Verzögerung.

Auch viele Nahrungsmittel wurden billiger. Getreide war für 30.8 Prozent günstiger zu bekommen als im November 2007. Schweine- und Rindfleisch kosteten hingegen 12,1 bzw. 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Importpreise gelten ebenso wie die Erzeuger- und Großhandelspreise als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung. Preisveränderungen kommen in der Regel mit zeitlicher Verzögerung bei den Verbrauchern an.

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