Prognose des HWWI
Aufschwung reduziert Arbeitslosigkeit und Etatdefizit

Die gute Konjunktur zeigt Wirkung. Arbeitslosigkeit und Staatsdefizit gehen in diesem und dem kommenden Jahr weiter kräftig zurück. Damit wird der Aufschwung zum Selbstläufer: Die Bürger haben mehr Geld in der Tasche, der private Konsum wird Motor des Wachstums.

HB HAMBURG. In diesem Jahr soll die Zahl der Erwerbslosen im Schnitt auf 3,75 Millionen zurückgehen, teilten die Forscher des Hamburgischen Weltwirtschafts-Institut (HWWI) am Donnerstag mit. Und auch 2008 werde es noch einmal 300.000 weniger Arbeitslose geben. Steigende Steuereinnahmen und sinkende Ausgaben für die Arbeitslosigkeit drücken den Forschern zufolge in diesem Jahr auch das Staatsdefizit auf 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Auf diesem Niveau verharre es 2008 trotz der Unternehmensteuerreform, die zu Steuerausfällen in Milliardenhöhe führe.

Die Experten erhöhten ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 2,3 von 1,7 Prozent. 2008 werde das BIP mit 2,4 Prozent noch etwas kräftiger zulegen. Zuvor war das HWWI von 2,0 Prozent ausgegangen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhöht sich um etwa 500.000, im kommenden Jahr noch einmal um 220.000 Personen. Das lasse die Konsumausgaben der Haushalte steigen. Zudem führe die bessere Lage der öffentlichen Haushalte zu steigendem staatlichen Konsum. „Damit wird der Konsum schon im laufenden Jahr, aber besonders in 2008 zu einer tragenden Stütze der Konjunktur.“

Die Unternehmen weiten ihre Investitionen in Maschinen und Anlagen dem HWWI zufolge mit einem Plus von 4,9 Prozent abermals kräftig aus. 2008 werde sich das Wachstum wegen der schlechteren Abschreibungsbedingungen im Zuge der Unternehmensteuerreform etwas abschwächen. Auch die Ausfuhren würden trotz nachlassender Dynamik in den USA in diesem Jahr um 8,8 Prozent und in kommenden Jahr um 7,3 Prozent kräftig zulegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%