Realeinkommen sinken
Benzin treibt US-Verbraucherpreise hoch

Der hohe Ölpreis schlägt auf die Börsen der US-Verbraucher durch. Im September mussten sie gut 6 % mehr an den Tankstellen zahlen.

HB WASHINGTON. Die US-Wirtschaft liefert derzeit zwiespältige Signale. Während die Verbraucherpreise und Industrieproduktion stark stiegen, sanken sowohl die Realeinkommen als auch die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenversicherung.

Die US-Verbraucherpreise sind im September den vierten Monat in Folge gestiegen. Die Teuerungsrate lag mit saisonbereinigt 0,3 % genau so hoch wie im August, teilte das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mit.

Analysten hatten für September lediglich einen Anstieg um 0,2 % erwartet. Bemerkbar machten sich vor allem höhere Preise für Benzin, Gesundheitsversorgung und Fleisch. Im Jahresvergleich lag die Inflationsrate bei 2,3 %.

In der Kernrate, also ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelkosten, legten die Preise wie von Analysten erwartet lediglich um 0,1 % zu. Die Energiepreise stiegen um 3,0 %, die Benzinprise sogar um 6,3 %.

Die US-Industrieproduktion ist im September wie von Volkswirten erwartet so stark gestiegen wie seit Anfang 2000 nicht mehr. Die Gesamterzeugung der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger in den USA habe zum Vormonat um 0,4 % zugelegt, teilte die US-Notenbank (Fed) mit. Analysten hatten im Schnitt auch mit einem Wachstum in dieser Höhe gerechnet.

Die Kapazitätsauslastung belief sich auf 74,7 %und lag damit so hoch wie seit März nicht mehr. Analysten hatten durchschnittlich mit 74,9 % gerechnet.

Die Realeinkommen in den USA sind im September gegenüber dem Vormonat um 0,3 % gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im August ein Anstieg um 0,1 (vorläufig: minus 0,3) % zu verzeichnen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben der Behörde zufolge im September saison- und inflationsbereinigt 278,88 Dollar nach revidiert 279,81 (vorläufig 278,80) Dollar im Vormonat.

Die Zahl der Erstanträge bei der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 11. Oktober saisonbereinigt um 4 000 auf 384 000 gefallen. Volkswirte hatten im Durchschnitt ihrer Prognosen eine unveränderte Antragszahl erwartet.

Die Lagerbestände im August fielen um 0,4 Prozent niedriger gegenüber dem Vormonat aus. Erwartet worden waren sie unverändert.

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