Rede von Ben Bernanke
US-Notenbank: Langfristige Zinsen verlangen vorsichtiges Verhalten

Die flache US-Zinsstrukturkurve könnte nach Aussage von Fed-Chairman Ben Bernanke unter Umständen eine restriktivere Geldpolitik nach sich ziehen.

HB WASHINGTON. Die Gründe für den derzeit niedrigen Stand der langfristigen US-Zinsen sind nach den Worten von Bernanke nur schwer einzuschätzen. Die Entscheidungsträger müssten daher Vorsicht walten lassen, wenn es um die Festsetzung von Zinsen gehe, sagte Bernanke am Montag vor dem New Yorker Wirtschaftsclub.

„Die Bedeutung der jüngsten Entwicklung bei den langfristigen Renditen für die Geldpolitik ist überhaupt nicht eindeutig.“ Die gegenwärtig „sehr flache Renditekurve“ betrachte er nicht als Signal einer möglichen Verlangsamung der US-Wirtschaft, wie es von einigen Analysten angenommen worden war.

Das Wachstum der US-Wirtschaft ist nach Bernankes Ansicht auch dann solide, wenn sich der Immobilienmarkt abschwächen sollte. Die Finanzen der Verbraucher seien gut genug, um die Wirtschaft an oder in der Nähe ihres Potenzialwachstums zu halten. Das Potenzialwachstum beziffert die Rate, mit der eine Wirtschaft wachsen kann, ohne dass zusätzlicher Inflationsdruck entsteht.

Die US-Notenbank hat in der Vergangenheit den Leitzins in 14 Schritten auf jetzt 4,5 Prozent angehoben. Experten gehen davon aus, dass Ende des Monats der Zinssatz erneut um 0,25 Prozentpunkte angehoben wird.

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