Robert Zoellick
Weltbank-Chef warnt vor exzessiven Devisen-Interventionen

Nach Einschätzung von Weltbank-Chef Robert Zoellick können exzessive Interventionen am Devisenmarkt zu Spannungen auf den weltweiten Währungsmärkten führen. Länder sollten versuchen, diese zu entschärfen, um Handelskonflikte in Zeiten einer anfälligen Wirtschaftserholung zu vermeiden.
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HB TOKIO. Dies sagte Zoellick der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag in einem auf der englischen Internetseite des Blattes veröffentlichten Interview. Japans Intervention im September sei ein Zeichen für Spannungen an den Devisenmärkten gewesen - ein Symptom für größere Probleme. Die Intervention sei Japans Antwort darauf, was in China geschehe und auf anderen Devisenmärkten.

In Hinblick auf die von Europa und den USA geforderte Aufwertung der chinesischen Währung, betonte Zoellick, er denke, dass der Yuan teurer werden müsse. Aber dies werde auch nicht alle Probleme lösen. Es gebe keine wissenschaftliche Antwort darauf, wie stark Chinas Yuan steigen müsse und es wäre in Chinas eigenem Interesse, nach einer Wirtschaft zu streben, die von der Binnennachfrage angeführt werde, ergänzte der Weltbank-Chef.

Die Währungsproblematik gehört zu den wichtigsten Themen bei der am Freitag beginnenden Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und einem Treffen der Weltbank am Wochenende.

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