Seit Sommer 2010
Niedrige Inflation stärkt Kaufkraft der Deutschen

Das Leben in Deutschland verteuerte sich so gering wie seit dem Sommer 2010 nicht mehr. Das freut die Verbraucher, die dank steigender Löhne in bester Konsumlaune sind. Die höchsten Gehälter erhielten Banken-Mitarbeiter.
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BerlinDie deutschen Arbeitnehmer profitieren von der geringen Inflation. Die Reallöhne lagen zwischen April und Juni 1,2 Prozent höher als im zweiten Quartal 2013, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dabei stiegen die Nominallöhne um 2,3 Prozent, während die Verbraucherpreise im Schnitt nur um 1,1 Prozent anzogen. Damit verteuerte sich das Leben in Deutschland so gering wie seit dem Sommer 2010 nicht mehr. Im vergangenen Jahr waren die Reallöhne sogar um 0,1 Prozent gesunken und somit erstmals seit der Rezession 2009. Grund war, dass die Inflation das Lohnplus auffraß.

Den Lohnanstieg im Frühjahr begründeten die Statistiker mit einem Plus sowohl bei den regelmäßig gezahlten Verdienstbestandteilen als auch bei den Sonderzahlungen. Die Nominallöhne im Produzierenden Gewerbe seien mit 3,2 Prozent stärker gestiegen als bei den Dienstleistern mit 1,9 Prozent. „Ein Grund dafür waren hohe Tarifabschlüsse im Bereich der Metallindustrie.“ Diese führten bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (plus 5,4 Prozent) und im Maschinenbau (plus 6,3 Prozent) zu überdurchschnittlichen Lohnzuwächsen.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente demnach im zweiten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3518 Euro brutto im Monat. Die höchsten Gehälter erhielten im Schnitt die Beschäftigten bei Banken und Versicherungen (4689 Euro), im Bereich Information und Kommunikation (4662 Euro) sowie in der Energieversorgung (4588 Euro). Der niedrigste Lohn wurde im Gastgewerbe (2109 Euro) gezahlt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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