September-Daten
Deutsche Erzeugerpreise niedriger als erwartet

Der Anstieg der Erzeugerpreise in Deutschland hat sich im September weiter verlangsamt. Dafür sorgten vor allem rückläufige Weltmarktpreise für Rohöl. Teurer wurden erneut Strom und Erdgas.

HB BERLIN. Die an die Hersteller gewerblicher Produkte gezahlten Preise stiegen zum Vorjahr um 5,1 Prozent nach 5,9 Prozent im August, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zum Vormonat gaben die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent nach. Im August waren sie mit 0,2 Prozent noch leicht gestiegen.

„Rückläufige Weltmarktpreise für Rohöl führten im September maßgeblich zu Preissenkungen für Mineralölprodukte“, schrieben die Statistiker. Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich diese Erzeugnisse um 7,1 Prozent. Gegenüber September 2005 lagen die Preise für Mineralölprodukte mit minus 5,1 Prozent erstmals seit März 2004 wieder unter dem Niveau des Vorjahres. Allein leichtes Heizöl wurde 8,5 Prozent preiswerter. Ohne Berücksichtigung von Energie wären die Erzeugerpreise um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen.

Demgegenüber lagen im September die Preise für Strom und Erdgas - trotz leichter Preisrückgänge zum Vormonat - nach wie vor erheblich über dem Stand des Vorjahres. Strom verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Prozent und Erdgas um 23,5%. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im September gegenüber dem Vormonat um 0,1% und gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent gestiegen.

Erhebliche Preissteigerungen verzeichneten die Statistiker bei Nadelschnittholz, das 18,6 Prozent mehr kostete als im September 2005. Schweinefleisch legte im gleichen Zeitraum 11,5 Prozent zu.

Analysten hatten im Schnitt mit einem monatlichen Preisrückgang von 0,2 Prozent und einem Plus bei der Jahresrate von 5,3 Prozent gerechnet.

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