Studie
Nur wenig Langzeitarbeitslose vermittelt

Nur vier Prozent der Langzeitarbeitslosen können nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit (BA) jeden Monat auf eine Stelle vermittelt werden. Behördenchef Frank-Jürgen Weise gefällt das gar nicht. Er will nun die Zuständigkeiten neu ordnen.

HB BERLIN. Die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt gelinge den Arbeitsagenturen und den Arbeitsgemeinschaften besser als den zugelassenen kommunalen Trägern, teilte die BA am Mittwoch mit. Behördenchef Frank-Jürgen Weise zeigte sich mit dem Gesamtergebnis unzufrieden: "Die Vermittlung Langzeitarbeitsloser und erwerbsfähiger Hilfsbedürftiger ist insgesamt noch nicht gut", sagte er der "Frankfurter Rundschau".

Weise nannte die zersplitterten Zuständigkeiten einen Grund für die niedrigen Vermittlungszahlen. "Es kann nicht sein, dass wir bei der gegenwärtigen guten Konjunktur und den sonstigen Erfolgen bei der Arbeitsvermittlung wegen Organisationsfragen dem Teil der Menschen schlechter helfen können, die es besonders schwer haben", kritisierte er.

Besserung könne die Neuordnung der Arbeitsmarktinstrumente bringen, für die Arbeitsminister Olaf Scholz einen guten Entwurf vorgelegt habe, sagte Weise der Zeitschrift "impulse".

Die verschiedenen Behörden und kommunalen Verbände, aber auch Union und SPD streiten seit Jahren darüber, wer am besten Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zurückführen kann. "Diese Debatte hat uns viel Zeit gekostet und nichts gebracht", kritisierte Weise.

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