Teuerung
Ökonomen sehen keine Inflationsgefahren

Nach dem höchsten Anstieg der Verbraucherpreise seit fast 14 Jahren haben Wirtschaftsexperten Entwarnung gegeben. Im nächsten Jahr werde die Inflationsrate wieder deutlich sinken, erklärten Peter Bofinger, Gustav Horn und Michael Heise übereinstimmend.

HB FRANKFURT. Der Wirtschaftsweise Bofinger sagte der „Bild“-Zeitung: „Schlimmer wird die Inflation nicht. Es wird 2008 zu einem deutlichen Rückgang kommen. Im Schnitt liegt die Teuerung dann bei rund zwei Prozent.“ Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank, sagte dem Blatt: „Die aktuelle Inflationsrate von über drei Prozent wird nicht von Dauer sein. Spätestens ab Frühjahr 2008 geht die Teuerung wieder spürbar zurück. Es stehen keine Zeiten dauerhaft hoher Inflation bevor.“

Der Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Horn, sagte den „Ruhr Nachrichten“: „Es handelt sich um sehr unangenehme und lästige Preisschübe, aber keine Inflation im klassischen Sinne.“ Dazu gehöre eine Lohn-Preis-Spirale, die derzeit nicht auszumachen sei.

Stattdessen handele es sich um einzelne Verteuerungen bei Öl und Energiepreisen sowie Nahrungsmitteln, nicht zuletzt auch aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn. Dieser Effekt laufe in den Statistiken jedoch ab Januar 2008 bereits wieder aus, sagte Horn.

Wegen höherer Kosten für Lebensmittel und Energie waren die Verbraucherpreise im November stärker als erwartet gestiegen und hatten mit 3,1 Prozent den höchsten Wert seit fast 14 Jahren erreicht. Auch in der Eurozone sowie in den USA erreichte die Inflation Höchststände.

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