Teure Rohstoffe
Erzeugerpreise schnellen nach oben

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im März unerwartet kräftig gestiegen. Die Entwicklung geht vor allem auf die stark im preis gestiegenen Rohstoffe zurück.

HB WIESBADEN. Im Vergleich zum Februar hätten sich die an Produzenten gewerblicher Produkte gezahlten Preise um 0,6 % erhöht, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Damit lagen die Erzeugerpreise im Schnitt 0,3 % über dem Niveau vom März 2003. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem zum Vorjahr unveränderten Erzeugerpreisindex bei einem Preisanstieg von nur 0,3 % zum Vormonat gerechnet.

Wie schon in den Vormonaten setzten sich nach Angaben der Statistiker im März die starken Preiserhöhungen vor allem bei Metallen fort. „Hauptursache dafür sind gestiegene Weltmarktpreise auf Grund erhöhter Nachfrage, was zu massiven Preisanstiegen bei den wichtigsten Rohstoffen (Kokskohle, Eisenerze, Nichteisenmetalle, Stahlschrott) sowie bei den Transportkosten geführt hat“, erklärte das Statistikamt. Einzelne Stahlsorten wie Betonstahl hätten sich um fast 50 % im Jahresvergleich verteuert. Edelmetalle seien gut elf Prozent teurer als im März 2003 gewesen, Kupfer habe fast 30 % mehr gekostet.

Mineralölprodukte waren den Angaben zufolge zwar merklich teurer als noch im Februar, die Preise lagen aber weiter deutlich unter dem Niveau vom März 2003. Für Kraftstoffe musste sechs Prozent weniger als vor einem Jahr gezahlt werden, leichtes Heizöl war fast 20 % und schweres Heizöl sogar um über 25 % billiger. Ohne Mineralölerzeugnisse wären die Erzeugerpreise zum Vorjahr um 0,7 % gestiegen.

Die Erhöhung der Tabaksteuer zum 1. März ließ die Erzeugerpreise für Tabakwaren den Angaben zufolge um 12,1 % steigen. Billiger als vor Jahresfrist seien Computer und Zeitungsdruckpapier gewesen, teilte das Amt mit.

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