Trotz Export-Rückgang
Ukraine-Krise kann deutschem Arbeitsmarkt nichts anhaben

Die Bundesagentur für Arbeit sieht noch keine Dellen im Arbeitsmarkt wegen der Ukraine-Krise. Deutschland sei resistent, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Einen Risikofaktor sehe er da allerdings noch.
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BerlinDer deutsche Arbeitsmarkt hat sich nach Einschätzung des Chefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, bislang resistent gegenüber der Ukraine-Krise gezeigt. Daran werde sich vorerst wohl nichts ändern. Er rechne trotz der Zuspitzung der Lage zunächst weiter mit steigender Beschäftigung und leicht sinkender Arbeitslosigkeit in Deutschland, sagte Weise der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Wir sehen zwar die Risiken, aber wir spüren auf dem Arbeitsmarkt noch nichts“, betonte der Bundesagentur-Chef.

Weise begründete seine optimistische Bewertung unter anderem mit den seiner Ansicht nach weiterhin gut laufenden Exportgeschäften deutscher Firmen. „Wir haben Unternehmen, die haben hervorragende Produkte. Viele davon werden auf dem Weltmarkt nachgefragt“, betonte er. „Die Binnenwirtschaft läuft wegen der ausbalancierten Lohnpolitik gut. Und es gibt Nachholeffekte bei den Investitionen“, sagte Weise.

Der BA-Chef räumte zwar ein, dass es bei den deutschen Exporten nach Russland inzwischen Rückgänge gebe. Auf die Beschäftigungspolitik der Betriebe habe das aber noch nicht durchgeschlagen. „Es gibt noch keinerlei Anmeldungen für Kurzarbeit. Das ist das erste Signal, wenn Firmen von solchen Entwicklungen direkt betroffen sind. Die Kurzarbeit ist derzeit sogar auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau“. Auch gebe es bislang keine Hinweise von örtlichen Arbeitsagenturen, dass erste Unternehmen wegen der Ukraine-Krise Entlassungen planten.

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