Trotz hoher Ölpreise
Teuerung in Euro-Zone schwächt sich leicht ab

Die Jahresteuerung in der Euro-Zone hat im Juli überraschend abgenommen. Trotzdem wird weithin erwartet, dass die EZB noch einmal die Leitzinsen anhebt.

HB BRÜSSEL. Von Juni auf Juli sanken die Preise um 0,1 Prozent, womit sich eine Jahresteuerung von 2,4 Prozent ergab, wie das Europäische Statistikamt (Eurostat) auf Basis endgültiger Berechnungen mitteilte. Für Juni hatte das Amt eine Jahresteuerung von 2,5 Prozent errechnet.

Experten hatten im Monatsvergleich unveränderte Preise erwartet und waren erneut von einer Jahresrate von 2,5 Prozent ausgegangen. Ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Kosten für Energie und Nahrungsmittel fielen die Preise zum Vormonat sogar um 0,3 Prozent. Zum Vorjahr ergab sich hier ein Plus von 1,6 Prozent.

Hohe Benzin- und Gaspreise treiben weiterhin die Inflation an, berichteten die EU-Statistiker. Die Europäischen Zentralbank (EZB) geht davon aus, dass die Teuerung bis in das kommende Jahr hinein über 2 Prozent liegen wird. Vor diesem Hintergrund wird weithin erwartet, dass die EZB im Oktober und vermutlich noch einmal im Dezember die Leitzinsen anheben wird. Seit Dezember 2005 hat die Notenbank ihre Zinsen um insgesamt 100 Basispunkte erhöht. Der wichtigste EZB-Zins steht derzeit bei 3 Prozent.Nach den Regeln der EZB ist nur bei Raten von bis zu oder nahe 2 Prozent Preisstabilität in der Euro-Zone mit mehr als 300 Millionen Menschen gewährleistet.

In der Euro-Zone hat das wirtschaftlich Boomland Spanien weiterhin die höchste jährliche Inflationsrate mit 4 Prozent. Es folgen Griechenland mit 3,9 Prozent und Luxemburg mit 3,4 Prozent. Am stabilsten sind die Preise in Finnland mit 1,5 Prozent. Deutschland liegt mit 2,1 Prozent am unteren Ende der Skala. Die jährliche Inflationsrate betrug vor einem Jahr im Eurogebiet 2,2 Prozent, in der EU 2,1 Prozent.

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