US-Finanzminister
Amerika stößt im Oktober an die Schuldenobergrenze

Die USA erreichen nach Angaben des Finanzministers Mitte Oktober die Schuldenobergrenze. Lew fordert die Republikaner auf, einer Anhebung des Limits zuzustimmen. Wahrscheinlicher ist ein Kräftemessen der Parteien.
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WashingtonDie USA stoßen nach Angaben von Finanzminister Jacob Lew Mitte Oktober an die gesetzliche Schuldenobergrenze. In einem Brief an den republikanischen Vorsitzenden im Repräsentantenhaus, John Boehner, forderte Lew am Montag die Republikaner auf, einer Anhebung des Limits zuzustimmen. Derzeit beträgt die Obergrenze für die Staatsschulden 16,7 Billionen Dollar (12,5 Billionen Euro).

Sollte die Regierung nicht mehr zahlungsfähig sein, könne es letzten Endes zu "bedeutenden Störungen unserer Wirtschaft" kommen, warnte Lew. Daher müsse der Kongress vor Mitte Oktober handeln.

Die Demokraten von Präsident Barack Obama und die Republikaner nehmen in ihrem seit Jahren schwelenden Haushaltsstreit das Schuldenlimit regelmäßig zum Anlass für ein politisches Kräftemessen. Im Sommer 2011 hatte das Ringen um die Anhebung der Schuldenobergrenze die USA an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Zuletzt erreichte das Land den erlaubten Höchststand für die Staatsverschuldung am 31. Dezember.

Ende Januar einigte sich der Kongress auf einen Kompromiss, der die Schuldenobergrenze bis zum 18. Mai aussetzte. Derzeit gelten Sondermaßnahmen wie das Aussetzen von staatlichen Beiträgen in Pensionskassen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • dann wird halt wie immer alles in die Zukunft verschoben was sich dann Rettung nennt. ausserdem lenkt der neue krieg gut von der Finanzkrise ab, und man muß nicht mehr Sparen, gell?

  • Also wenn die Enthüllungen von Daniel Elsberg Anfang der 70er Jahre etwas gezeigt haben, dann dass die langfristigen globalen Strategien unabhängig vom Präsidenten und den Parteien vorangetrieben werden. Also
    wird auch der Krieg gegen Syrien nichts mit der Schuldenobergrenze zu tun haben, bzw. nichts mit den Kosten des Konflikts - die kann man notfalls auf die Vasallen abwälzen, da sie ja froh sind nicht selbst kämpfen zu müssen - da kauft man sich gerne frei.

  • Manche übersehen das Wesentliche : Wer die dicksten Kanonen hat (und die beste Technik) bestimmt das Finanzsystem. Wer dessen Regeln bestimmt legt auch fest, wer wann pleite ist bzw. wer immer neuen Kredit bekommt. Ausserdem kann man damit 3/4 der Welt melken (das legendäre Handelsdefizit der USA ist doch kein Problem). Ferner hat man immer genug Kapital, notfalls frisch gedruckt um die Pro-Westlichen Eliten durch Lobbyorganisationen zu fördern und gefügig zu machen.
    (siehe Atlantik-Brücke, CFR u.a.) Zu denen gehören auch die deutschen Führungskader, also warum sollte man nun von Merkel etwas anderes erwarten ? Merkel wird erst ersetzt wenn ein besserer Nachfolger-Erfüllungsgehilfe bereitsteht. Zur Zeit fällt mir da niemand besseres ein, die hörige Presse kennt z.Z. auch nur einen Sieger ! Wähler die andere für sich denken lassen gibts ja immer noch genug.

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