US-Immobilienkrise
Fed beziffert Verluste durch Hypothekenkrise

Der Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, hat zum ersten Mal die Verluste beziffert, die durch zweitklassige Hypotheken in den USA zu erwarten sind. Seine grobe Schätzung: Die Anleger müssten ein Minus hinnehmen, das irgendwo zwischen den Bruttoinlandprodukten der Slowakei und Chiles liege.

HB WASHINGTON. Die Schätzungen dafür lägen zwischen 50 und 100 Milliarden Dollar, sagte Bernanke am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des Senats. Zum Vergleich: Die Slowakei kommt auf ein Bruttoinlandsprodukt pro Jahr von 50 Milliarden Dollar, Chile auf 100 Milliarden Dollar. Bernanke ergänzte, die Kredit-Rating-Agenturen hätten bereits begonnen, sich darauf einzustellen und einige der Produkte heruntergestuft.

Bernanke erläuterte dem Senat die Schritte, mit der die Fed erneute Probleme im Markt mit zweitklassigen Hypotheken verhindern will. Einige Senatsmitglieder kritisierten allerdings das aus ihrer Sicht zu lasche Durchgreifen der Notenbank. Bereits am Mittwoch hatte Bernanke eine Regulierung des Hypothekenmarkts durch Vergabe von Lizenzen an Broker ins Gespräch gebracht und neue Vorschriften für den Sektor innerhalb der nächsten sechs Monate angekündigt. Die Probleme am Immobilienmarkt könnten die Aussichten für die US-Wirtschaft dämpfen.

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